Mit einer Oberfläche von 37,6 km2 die
größte Insel, 24 Seemeilen von der sizilianischen
Küste entfernt. Die ca. 9'000 Einwohner, ”liparesi” oder “liparoti”,
leben in verschiedenen Fraktionen auf der ganzen Insel verteilt:
Canneto, Acquacalda, Quattropani und Pianoconte. Mit Ausnahme
von Salina, sind alle Inseln administrativ von Lipari abhängig.
Auch Lipari ist vulkanischen Ursprungs. Der westliche ist
der älteste Teil der Insel, dort wo ca. vor zwischen
160 und 1340 Tausend Jahren 12 Stratovulkane gezählt
werden konnten, unter diesen die „Timponi“. Auf
diese intensive Phase vulkanischer Tätigkeit folgte
eine lange Pause. In der zweiten Periode, vor ca. 100 Tausend
Jahren, entstand dann der Stratovulkan „Monte S. Angelo“.
Die Vulkane der dritten Periode (vor 40 bis 8 Tausend Jahren)
haben Bimsstein eruptiert und so einige Erhöhungen gebildet,
unter denen der „Monte Guardia“ und der „Monte
Giardina“. Nach einer weiteren langen Pause, wurde
im VII Jahrhundert nC. die nächste vulkanische Aktivitätsphasen
registriert einerseits mit Eruptionen, die enorme Massen
von Bimsstein auswarfen und so den “Monte Pelato“ bildeten,
andereseits mit Ausströmen von Obsidian, heute „Rocche
Rosse“. Auch in geschichtlicher Epoche konnten Bimssteinauswürfe
verzeichnet werden. Diese überdeckten mit einem feinen
Belag die ältesten archäologischen Stätte
im Quartier „Diana” und auf der Akropolis des
Burgberges.
Die antike “Hiera” (Heilige)
war Sitz der Gott des Feuers: Hephaestus. Vulcano ist die
südlichste und somit die Sizilien am nächstgelegene.
Von Lipari hingegen liegt sie nur 1,6 km entfernt. Die
Oberfläche ist 21 km2.. Aus geologischer Sicht besteht
die Insel aus 4 Vulkanen: Lentia, Vulcano Piano, Fossa
di Vulcano und Vulcanello. Der einzige noch aktive Vulkan
ist der “Fossa”. Die vulkanische Aktivität
dieser Insel ist seit der Antike bekannt, die warmen Fangoquellen
wurden bereits von den Griechen und Römern genutzt
und geschätzt.
SALINA
Nach Lipari die zweitgrößte Insel
mit einer Oberfläche von ca. 27 km2. Salina besitzt
die zwei höchsten Berge den "Fossa delle Felci" und
den "Monte dei Porri", seit langer Zeit inaktive
Vulkane, denen Salina seinen antiken Namen verdankt, nämlich "Didyme“ (Zwillinge).
Der heutige Name rührt von einem See her aus dem Salz
gewonnen wurde. Dieses Salz wurde vor allem für die
Lagerung von Kapern und Fisch gebraucht. Mit seinen 2'300
Einwohnern ist Salina auch die zweitgrößte bezüglich
Bevölkerung. Salina teilt sich in drei autonome Gemeinden:
S. Marina, Malfa und Leni. Die Fraktionen heißen:
Lingua, Rinella, Val Di Chiesa, Pollara und Torricella.
Salina besteht aus sechs Vulkanen.
PANAREA
Panarea, in der Antike “Hycesia”,
ist die kleinste Insel des äolischen Archipels; sie
hat eine Oberfläche von nur 3,4 km2 und ist von Lipari
11,5 Meilen entfernt. Die 280 Bewohner, „panarioti”,
leben in drei Gegenden: Ditella, S. Pietro und Drauto.
Panarea ist umgeben von kleinen unbewohnten Inselchen:
Basiluzzo, Dattilo, Bottaro, Spinazzola und die Klippen
von Lisca Bianca, Lisca Nera, die Panarelli und die Formiche.
Gemäß Wissenschaftlern war Panarea zusammen
mit diesen Inselchen ein antiker Vulkan, der in der Eiszeit
teils Unterwasser lag. Auf der heutigen Insel ist nur ein
Stratovulkan zu erkennen auf dessen Hängen sich zahlreiche
sekundäre Eruptionszentren gebildet haben.
STROMBOLI
Die entfernteste und östlichste der äolischen
Insel ist Stromboli ca. 22 Meilen von Lipari entfernt.
In der Antike wurde sie "Strongyle” (die Runde)
genannt. Sie besitzt eine Oberfläche von 12,6 km2
und zählt etwa 420 Bewohner, "strombolani“.
Der aktive Vulkan ist ca. 920 m.ü.M. und die Küste
fällt sehr steil ab bis zu 1’200m. Die Insel
ist ein seit mindestens 2'000 Jahren aktiver Vulkan, der
aus dem Meer herausragt. Geformt wurde sie hauptsächlich
aus zwei Aktivitätszyklen: ein antiker Zyklus, der
aus Steinauswurf und Lavaströmen bestand und somit
die gesamte Ostseite der Insel gebildet hat; und ein jüngerer
Zyklus, der vor allem mit Lavaströmen die gesamte
Westseite der Insel gebildet hat.
FILICUDI
Mit dem antiken Namen Phoenicusa (reich
an Farnen), bildet Filicudi (zusammen mit Alicudi) geologisch
gesehen das älteste Element der äolischen Inseln.
Filicudi hat eine Oberfläche von 9,5 km2 und der höchste
Punkt ist der „Fossa delle Felci“ mit seinen
773 m.ü.M. Die 250 Bewohner "filicudari” verteilen
sich in den verschiedenen kleinen Ortschaften: Filicudi
porto, Pecorini a mare und Valle Chiesa. Die Inselform
ist leicht oval und verlängert sich mit dem Vorberg
Capo Graziano: eine kleine Halbinsel, die nur mit einer
kleinen Zunge mit dem Hauptteil der Insel verbunden. Die
Insel wurde geologisch gesehen aus sechs vulkanischen Zentren
gebildet. Das älteste davon befindet sich im Meer
in Küstennähe des "Fili di Sciacca“.
ALICUDI
Die westlichste Insel des Archipels. Der
antike Name Ericusa kommt vom starken Vorkommen der Erika,
noch heute ist die Insel voll davon. Die Blume Erika ist
Teil der Geschichte und des Lebens der Bewohner, seit eher
verwendet als Dachmaterial für Hütten. Alicudi
ist ein runder Kegel gipfelnd mit dem "Filo dell’Arpa“ und
hat eine Oberfläche von 5,2 km2. Die ca. 140 Bewohner “alicudari” in
Siedlungen auf der Hafenseite der Insel leben vom Fischen
und von der Landwirtschaft. Die Insel vulkanischen Ursprungs
ist vom nunmehr erloschenen Vulkan "Montagnola“ vor
ca. 150'000 Jahren erstanden, in Folge von explosiven und
starken Ausbrüchen.
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